Inno­va­tion muss zur Unter­neh­mens­kultur gehören, wie guter Kaffee oder neu­este IT-Ausstattung

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Ist Inno­va­tion Zufall oder das Ergebnis stra­te­gi­scher Planung?

Inno­va­tion ist eine geplante Ver­bes­se­rung eines Pro­zesses oder Zustandes. Im Busi­ness­um­feld wird erwartet, dass Inno­va­tion zu einer mess­baren Ver­bes­se­rung defi­nierter Zahlen führt. Meist wird in Geld oder Zeit gemessen. Was also zu mehr Umsatz oder Gewinn führt oder einen Pro­zess beschleu­nigt, wird all­ge­mein als Ver­bes­se­rung und damit Inno­va­tion gefeiert.

Doch die Frage ist, wie kommt man zu Ver­än­de­rungen, zu Inno­va­tion, zu ver­än­derten Pro­zessen? Das eine ein­zelne Idee meist nicht aus­reicht, um ganze Pro­zesse zu ver­än­dern, dürfte klar sein. Viel­mehr braucht es eine Ver­ket­tung von Ideen oder Ansätzen und den Willen diese umzu­setzen und Dinge zu pro­bieren. Inno­va­tion kann also nicht auf den Schul­tern Ein­zelner oder Weniger ruhen, die den Auf­trag haben: „Denkt euch mal was Neues aus“, son­dern muss viel­mehr in die DNA eines Unter­neh­mens ein­ge­pflanzt werden.

Warum machen wir etwas, so wie wir es machen? Wenn man sich selbst immer wieder hin­ter­fragt oder Pro­zesse immer wieder „ver­kaufen“ muss, führt das unwei­ger­lich zu neuen Erkennt­nissen und Denk­an­stößen. Und das bezieht sich nicht nur auf neue Pro­dukte, die erfolg­reiche Unter­nehmen stetig ent­wi­ckeln müssen.

Inno­va­tion muss also zur Unter­neh­mens­kultur gehören, wie guter Kaffee oder neu­este IT-Aus­­sta­t­­tung. Nur wenn Ver­än­de­rung gewollt ist und geför­dert wird, können Mit­ar­beiter ein­ge­tre­tene Pfade ver­lassen. Um auf­zu­zeigen, wie wichtig Inno­va­tion ist, macht Com­pa­media dies sogar messbar. Das Resultat ist ein Güte­siegel, das die Inno­va­ti­on­kraft eines Unter­neh­mens bewertet. Die 100 besten werden damit ausgezeichnet.

Wir sind stolz, dass wir zum 2. Mal die Kri­te­rien des Sie­gels erfüllen und erneut zu den Top100 Unter­nehmen gehören.

In einem aus­gie­bigen Ver­fahren müssen Unter­nehmen in ins­ge­samt fünf Kate­go­rien dar­stellen, dass Struk­turen für inno­va­ti­ons­för­dernde Pro­zesse vor­handen sind und gelebt werden. Der wis­sen­schaft­liche Leiter Prof. Dr. Niko­laus Franke erklärt: „Wie sehr ist ein Unter­nehmen auf Inno­va­tion aus­ge­richtet? Wie kon­se­quent folgen seine Struk­turen diesem Ziel? Die inno­va­tivsten Mit­tel­ständler erhalten das Siegel. Es zeigt, dass sie her­vor­ra­gend für künf­tige Her­aus­for­de­rungen gerüstet sind.“

Erfolg­reich sind Unter­nehmen bei dieser Unter­su­chung nicht mit ein­zelnen Erfin­dungen, son­dern durch gelebtes Inno­va­ti­ons­ma­nage­ment und den Innovationserfolg.

Was genau wird unter­sucht? Fünf unter­schied­liche Dis­zi­plinen beleuchten, wie inno­va­ti­ons­freund­lich ein Unter­nehmen auf­ge­stellt ist. Die erste Kate­gorie unter­sucht „Inno­va­ti­ons­för­derndes Top-Mana­ge­­ment“ und schaut sich an, welche Inno­va­ti­ons­stra­te­gien das Unter­nehmen ver­folgt. Dabei wird auch ein Blick auf den Markt des jewei­ligen Unter­neh­mens geworfen. Welche Trends stellen die jewei­lige Branche in den nächsten fünf Jahren vor die größten stra­te­gi­schen Herausforderungen?

Die Kate­gorie „Inno­va­ti­ons­klima“ unter­sucht, welche Frei­räume Mit­ar­beiter für Krea­ti­vität genießen und wie lange es dauert, bis eine Idee geprüft wird.

Die Ana­lyse von Pro­zessen und Organ­sta­tion soll ermit­teln, ob Neue­rungen aus Zufällen gene­riert wurden oder das Ergebnis sys­te­ma­ti­schen Vor­ge­hens sind.

Die Unter­su­chung für das Inno­va­ti­ons­siegel bezieht sich aber nicht nur auf interne Pro­zesse der Unter­nehmen, son­dern beleuchtet auch deren Zusam­men­ar­beit mit For­schungs­in­sti­tuten, Kunden, Lie­fe­ranten oder anderen externen Part­nern. Diese Para­meter werden in der Kate­gorie „Außenorientierung/​​Open Inno­va­tion“ zusammengefasst.

Schließ­lich wird der „Inno­va­ti­ons­er­folg“ ermit­telt. Die Aus­wir­kungen der Inno­va­ti­ons­be­mü­hungen des Unter­neh­mens im Markt werden sowohl mit bilan­zi­ellen Kenn­zif­fern als auch in Fragen nach der Zahl der Patente und der Markt­stel­lung gewertet.

Unterm Strich unter­sucht TOP100 also, wie inno­va­ti­ons­för­der­lich die Struk­turen sind und die Res­sourcen des Unter­neh­mens ein­ge­setzt werden. Inwie­weit wird ein Klima geschaffen, das Inno­va­tion lang­fristig ermög­licht und wie erfolg­reich die Unter­nehmen damit sind.

Eine Poten­zi­al­ana­lyse gibt zudem Auf­schluss über Res­sourcen, die noch genutzt werden können.

Die aus­ge­zeich­neten Unter­nehmen sind in der Regel Trend­setter in ihren Branchen.

Janina Faist // Team-Assistentin

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