4 Trends, die die ECM-Welt verändern

Ein neuer ECM-Ansatz

Content steht im Mittelpunkt moderner Unternehmen. Ein Großteil der Erkenntnisse und Entscheidungen, die die Grundlage aller Tätigkeiten im Unternehmen bilden, sind in Form elektronischer Dateien und Dokumente gespeichert – alles von Produkt-Roadmaps und technischen Spezifikationen bis hin zu Marketingkonzepten, Verkaufsverträgen und Geschäftsprognosen.

Enterprise Content Management (ECM) spielt eine zentrale Rolle bei der Speicherung, Verwaltung und Kontrolle der Informationen im Unternehmen. Die besten ECM-Lösungen sorgen für schnellere Abläufe und ermöglichen eine effektivere und effizientere Zusammenarbeit.

Enterprise Content Management befindet sich im Umbruch. Die Möglichkeiten der traditionellen ECM-Plattformen halten mittlerweile nicht mehr mit der rasanten Innovation im digitalen Bereich Schritt. Diese Systeme der ersten Generation, die auf zwanzig Jahre alten Technologien und IT-Umgebungen basieren, werden den aktuellen Anforderungen an Content Management nicht mehr gerecht.

Vier der wichtigsten Trends in diesem Bereich:

  • Neue Arbeitsweisen
  • Entstehung des „Extended Enterprise“ – Verstärkte Zusammenarbeit mit Externen
  • Explosionsartiger Anstieg digitalen Contents
  • Neue IT-Infrastruktur

Diese Trends erfordern ein Umdenken im Enterprise Content Management und verlangen nach völlig neuen Ansätzen.

Trends Enterprise Content Management | Alfresco

Trend 1 – Neue Arbeitsweisen

Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Mobile, Social Media und Cloud-Technologien haben nicht nur geändert, wo wir arbeiten, sondern auch wie wir arbeiten. Menschen möchten heute ständig, überall und auf jedem beliebigem Gerät produktiv arbeiten können.

Neue Erwartungshaltung

Moderne ECM-Lösungen müssen neuen Arbeitsweisen entgegenkommen. Der IT-Bereich steht unter dem enormem Druck, eine neue Generation vernetzter und technologisch versierter Mitarbeiter zu unterstützen, deren Ansprüche an Benutzerfreundlichkeit von modernen Verbraucher-Apps geprägt wurden. Wenn Mitarbeiter heutzutage auf Geschäftsunterlagen zugreifen und gemeinsam daran arbeiten, wollen Sie, dass dies genauso unkompliziert ist wie die Buchung eines Hotelzimmers über das Internet. Außerdem erwarten sie, dass Content-Managment-Technologien mobiles Arbeiten und effiziente Zusammenarbeit ermöglichen.

Traditionelle ECM-Systeme bleiben auf der Strecke

Viele ECM-Projekte scheitern an mangelnder Benutzerakzeptanz. Systeme werden nicht angenommen, weil sie zu umständlich und wenig intuitiv sind oder ungenügende Funktionen für externe Zusammenarbeit oder mobilen Zugriff bieten. Da sich die Benutzer von ECM-Systemen nicht ändern werden, müssen sich die Systeme ändern.

 

Trend 2 – Entstehung des „Extended Enterprise“

Die Zusammenarbeit mit Externen nimmt in modernen Unternehmen immer mehr zu. Oft sind Externe ein wichtiger Teil in Arbeitsprozessen und bei der Informationsbeschaffung. Unternehmen sind heute keine vollkommen eigenständigen Einheiten mehr, sondern Teil eines Netzwerks aus Unternehmen, Lieferanten, Händlern, internen Mitarbeitern, Freiberuflern und Kunden. Die Möglichkeit, Content und Prozesse in diesem erweiterten Geschäftsumfeld gemeinsam mit anderen nutzen zu können, ist daher eine der wichtigsten Anforderungen an eine moderne ECM-Lösung.

Zusammenarbeit ist wichtig – intern wie extern

Unternehmen jeder Branche erweitern ihre Lieferketten und nutzen externe Partner für alle möglichen Aufgaben von der Produktentwicklung bis hin zu Marketing, Vertrieb und Service. Auch die Abhängigkeit von Mitarbeitern im Homeoffice und Freiberuflern steigt und die Unternehmen wollen zunehmend über das Internet mit ihren Kunden interagieren. Damit all diese Verbindungen effizient funktionieren, ist ein kontrollierter, bidirektionaler Datenaustausch über die Grenzen von Unternehmen und Unternehmensbereichen hinweg nötig.

Jenseits der Firewall

Aus IT-Perspektive wird ein Unternehmen häufig durch seine Firewall definiert. Für moderne Unternehmen, die nicht an die künstlichen Grenzen ihrer IT-Infrastruktur gebunden sein wollen, funktioniert dies nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Werden Inhalte und Arbeitsabläufe hinter die Firewall „gesperrt“, kann es die Produktivität und das Wachstum stark beeinträchtigen. Mitarbeiter haben dann im Homeoffice oder unterwegs mit VPN-Problemen zu kämpfen und externen Partnern fehlt der Zugriff auf die Daten, die sie für eine effektive und effiziente Zusammenarbeit benötigen.

Traditionelle ECM-Systeme bleiben auf der Strecke

ECM-Bestandssysteme wurden entwickelt, als Nutzer und Inhalte die Server und PCs hinter der Firewall nicht verlassen mussten. Für das “Extended Enterprise” von heute ist ein neuer ECM-Ansatz erforderlich, das die unkomplizierte und kontrollierte Zusammenarbeit an Content und Prozessen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens zulässt.

Trend 3 – Explosionsartiger Anstieg digitalen Contents

Alle Unternehmen haben heute mit unglaublichen Datenmengen zu kämpfen. Laut IDC-Prognosen wird die Menge an digitalen Inhalten zwischen 2010 und 2020 um das 50-fache zunehmen; 90 Prozent davon in Form unstrukturierter Daten, wie E-Mails, Dokumente und Video. Dieses „Big Data“-Problem macht die Content-Management-Herausforderung noch größer und komplexer als jemals zuvor.

Neue Arten von Content

Die Grundanforderungen an Content Management gehen heute weit über die Verwaltung von Office-Dokumenten, PDFs und CAD/CAM-Dateien hinaus. Soziale Netzwerke und Tools für die Zusammenarbeit haben zur Entstehung einer neuen Klasse an Unternehmensinhalten geführt. Ein Foto der Schaufensterauslage eines Konkurrenten samt der dazugehörigen Kommentare, ein Video mit Aufnahmen eines Maschinenfehlers samt Standortinformationen, das für einen Zulieferer freigegebene Google-Dokument – all dies sind Beispiele moderner Unternehmensinhalte. Sie alle müssen gespeichert und angemessen verwaltet werden.

Mehr Metadaten für Content

Angesichts der enormen Menge an Content wird es für Business-Anwender zunehmend schwieriger, die benötigten Informationen schnell zu finden. Um effizienter arbeiten zu können, nutzt man vermehrt die beschreibenden Metadaten und den allgemeinen Kontext des Contents. Heute zählen nicht nur Titel und Verfasser zu den üblichen Metadaten, sondern auch Anmerkungen, Einstellungen, Standortdaten und Attribute wie Kundenname oder Rechnungsnummer. Erfolgreiche Unternehmen nutzen diese Zusatzdaten, um Geschäftsprozesse zu beschleunigen und Inhalte zur richtigen Zeit und in der richtigen Anwendung der richtigen Person zur Verfügung zu stellen.

Traditionelle ECM-Systeme bleiben auf der Strecke

Bestandssysteme verfügen nicht über die notwendigen Funktionen, um sowohl mit herkömmlichen als auch neuen Arten von Unternehmens-Content zurechtzukommen. Wir brauchen einen neuen Ansatz, der Content kontextbasiert nutzbar macht, damit wir effizienter und effektiver arbeiten können und Prozesse besser funktionieren.

Trend 4 – Die neue IT-Infrastruktur

Zahlreiche technologische Neuerungen haben den IT-Bereich von Unternehmen in den letzten Jahren grundlegend verändert. Die Möglichkeiten und Gefahren von Cloud-Computing und mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets erfordern es, die Regeln der Unternehmens-IT neu zu definieren. Moderne Unternehmensarchitekturen erfordern einen neuen ECM-Ansatz, der moderne Arbeitsweisen mit der passenden IT unterstützt.

Hybrid-ECM

Um besser auf die Anforderungen mobiler Nutzer und externer Partner einzugehen, speichern viele Unternehmen einen Teil ihrer Inhalte in der Cloud. Führende Analysten wie IDC und Forrester prognostizieren eine Marktverschiebung hin zu hybriden ECM-Systemen. In diesen Lösungen der nächsten Generation werden die extern benötigten Inhalte sowohl lokal als auch in der Cloud gespeichert und laufend synchronisiert. Hybrid-ECM erfüllt die Anforderungen der IT an Kontrolle und Compliance, gibt aber Anwendern und externen Partnern gleichzeitig mehr Flexibilität, um produktiver arbeiten zu können.

Flexible Bereitstellungsoptionen

Ein Blick in ein modernes Rechenzentrum bestätigt, dass eine Einheitslösung nicht mehr ausreicht. ECM-Systeme müssen heute traditionelle lokale Deployments (onpremises), Virtualisierungen in der privaten Cloud und SaaS-Lösungen in der öffentlichen Cloud unterstützen – sowie alle denkbaren Zwischenstufen. Flexible Bereitstellungsoptionen bieten der IT die Flexibilität, um sich auf sich ständig ändernde Geschäftsanforderungen einzustellen.

Traditionelle ECM-Systeme bleiben auf der Strecke

Anbieter älterer ECM-Systeme sind in Softwarearchitekturen gefangen, die für eine andere Zeit entwickelt wurden. Ihre Systeme sind im Allgemeinen nicht für die Cloud entwickelt und bieten nur begrenzt Unterstützung für die mobile Nutzung. Wir brauchen einen neuen Ansatz, der Unternehmen die Kontrolle über ihre Content-Strategie gibt und ihnen flexible Optionen für eine Hybrid-Bereitstellung eröffnet, die alle Anforderungen erfüllt.

 

Bestehende ECM-Plattformen als Risiko

Bestehende IT-Lösungen bieten keine Antwort auf neue Content-Management-Herausforderungen. Sie haben nicht mit dem Wandel unserer Arbeitsgewohnheiten, neuen Unternehmensmodellen, neuen Content-Arten und einer geänderten IT-Infrastruktur Schritt gehalten. Wer auf veraltete Systeme vertraut anstatt ein neues ECM-Konzept zu erarbeiten, tut seinem Unternehmen keinen Gefallen. Hier einige der größten Risiken:

Schatten-IT

Viele IT-Systeme im Unternehmen wurden nur zögerlich um Funktionen für mobiles Arbeiten und effiziente Zusammenarbeit erweitert. Dies führte dazu, dass viele Nutzer, um produktiver arbeiten zu können, unternehmenseigene IT-Systeme umgangen und stattdessen allgemein verfügbare Anwendungen in der Cloud genutzt haben. In einer aktuellen Umfrage kam das Datensicherheitsunternehmen Stroz Friedberg zu dem Ergebnis, dass beinahe 75 % aller Beschäftigten im IT-Bereich Unternehmensdaten über File-Sharing-Dienste in der Cloud oder über private E-Mail-Accounts weitergeben. Solche Schatten-IT-Lösungen erfüllen hinsichtlich Kontrolle, Sicherheit und Compliance selbstverständlich nicht die strengen Anforderungen für wertvolle Unternehmensdaten.

Produktivitätseinbußen

Ältere ECM-Systeme können die Produktivität in vielerlei Hinsicht behindern. So arbeiten die Mitarbeiter weniger effizient, wenn sie zu viel Zeit auf der Suche nach Informationen oder beim Abgleich verschiedener Versionen verbringen oder bei der Zusammenarbeit Dateien per E-Mail verschicken müssen. Aus übergeordneter Perspektive kann das Geschäftspotenzial womöglich nicht voll ausgeschöpft werden, weil Inhalte in Datensilos gefangen sind oder Prozesse nicht schnell genug durchlaufen werden können. Mit Blick auf die Zusammenarbeit mit Externen führen veraltete ECM-Systeme zu Problemen, weil sie keine effiziente Weitergabe von Inhalten zulassen, wie es für eine optimale Zusammenarbeit notwendig wäre.

Mangelnde Flexibilität

Allzu häufig scheitern neue, vielversprechende Unternehmensinitiativen an alter und viel zu starrer ECM-Technologie. Dies kommt besonders dann vor, wenn ECM eine tragende Säule einer solchen Initiative ist und diese mit Workflows, Content-Storage oder der Integration von Backend-Systemen unterstützen sollte. Veraltete ECM-Systeme können auch bei Firmenübernahmen und -zusammenschlüssen, bei neuen Partnerschaften und bei der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen ein erhebliches Hindernis darstellen.

Content-Chaos

Bestehende ECM-Systeme mit niedriger Benutzerakzeptanz stellen eine Gefahr für die wertvollen unternehmenskritischen Inhalte dar. Dieser Content wird nicht adäquat verwaltet und geschützt, da er oft unkontrollierbar auf verschiedenen Netzlaufwerken, SharePoint-Sites, mobilen Geräten, E-Mail-Accounts, USB-Sticks und öffentlichen File-Sharing-Sites verstreut ist. Dieser Mangel an Kontrolle führt zu Sicherheits- und Compliance- und allerhand anderen Geschäftsrisiken und kann sogar das Image des Unternehmens gefährden.

Trends Enterprise Content Management | Alfresco

Ein neuer Enterprise Content Management - Ansatz

Als führender Anbieter und Visionär im ECM-Bereich verfolgt Alfresco einen neuen Ansatz, um die Herausforderungen an moderne ECM-Systeme zu erfüllen. Die Alfresco-Plattform ist eine Lösung der nächsten Generation. Sie basiert auf einer offenen und modernen Architektur und ist die einzige wirklich moderne ECM-Plattform, die für die heutige Zeit entwickelt wurde und zukunftssicher ist.

Einige der wichtigsten Vorteile der Alfresco-Plattform sind:

  • Hybrid-ECM mit Support für cloudbasierte, lokale und virtuelle Umgebungen
  • Offene Technologie und Kompatibilität mit offenen Standards für eine einfache Integration und Unabhängigkeit von einem einzigen Anbieter
  • Zugriff auf Inhalte über Anwendungen, die den Anwendern vertraut sind, wie Microsoft Office und Google Docs
  • Unterstützung von iOS- und Android-Betriebssystemen für mobile Geräte, damit der Zugriff auf Inhalte auch von unterwegs und über verschiedene Geräte sicher möglich ist
  • Integriertes Records-Management für zusätzliche Kontrolle und Compliance-Konformität
  • Zuverlässige Verwaltung von Geschäftsabläufen zur Optimierung content-zentrischer Workflows

Hunderte von Kunden, darunter auch führende Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungsbranche, dem Gesundheitswesen sowie der öffentlichen Verwaltung, haben ihre ECM-Bestandssysteme schon durch die moderne ECM-Plattform von Alfresco ersetzt, um die Herausforderungen rund um unternehmenskritischen Content zu meistern.